Test & Vergleich

Skihelme 2026/27 im Vergleich

6 Modelle im Vergleich – mit Empfehlung und Preis-Tipp.
Skihelme im Vergleich

Skihelme sind auf der Piste längst Standard – und seit der Saison 2026/27 dreht sich fast alles um MIPS (Schutz gegen Rotationskräfte bei schrägem Aufprall) und um die Norm EN 1077. Dieser Vergleich stützt sich auf den ADAC-Skihelmtest, die Prüfung der Stiftung Warentest sowie aggregierte Fachtests (Bergzeit, GQ) – keine erfundenen Eigentests.

Helmgröße berechnen

Maßband 1–2 cm über den Augenbrauen rund um den Kopf führen.

Helmgröße
M
Größenbereich
56–58 cm

Größen variieren je Marke leicht. Der Helm muss fest, aber druckfrei sitzen und darf bei offenem Kinnriemen nicht verrutschen. Liegst du zwischen zwei Größen, hilft das Verstellrad.

Zu den 6 Modellen im Vergleich

Skihelm-Größentabelle: Kopfumfang messen

Die Helmgröße richtet sich allein nach dem Kopfumfang. Miss mit einem Maßband einmal rund um den Kopf, etwa ein bis zwei Zentimeter über den Augenbrauen und über der breitesten Stelle am Hinterkopf. Der gemessene Wert in Zentimetern führt direkt zur Größe.

KopfumfangHelmgröße
bis 50 cmXXS / Kindergrößen
51 bis 52 cmXS
53 bis 55 cmS
56 bis 58 cmM
59 bis 61 cmL
62 bis 64 cmXL
ab 65 cmXXL

⚠️ Bis etwa 52 cm Kopfumfang bist du in den Kindergrößen. Die sechs Helme in diesem Vergleich sind Erwachsenenmodelle; für Kinder haben wir eine eigene Übersicht: Kinder-Skihelme im Vergleich.

Die Bereiche sind Richtwerte. Jede Marke schneidet ihre Schalen etwas anders, manche fallen grundsätzlich schmaler oder runder aus. Die Größentabelle des Herstellers geht deshalb im Zweifel vor.

Zwischen zwei Größen: welche nehmen?

Wer genau auf der Grenze liegt, etwa bei 55 oder 58 Zentimetern, greift zur kleineren Größe, sofern der Helm ein Verstellrad hat. Fast alle aktuellen Modelle haben eines, und es schließt die Lücke nach unten besser, als eine zu große Schale sich verkleinern lässt. Ohne Verstellrad ist die größere Größe die sicherere Wahl, dann aber unbedingt anprobieren.

Der Passform-Test, der wirklich zählt

Die Zahl aus der Tabelle bringt dich zur richtigen Schale, den Sitz entscheidet der Test am Kopf:

  • Helm aufsetzen, Verstellrad schließen, Kinnriemen offen lassen.
  • Kopf kräftig schütteln und nicken. Der Helm darf sich dabei nicht verschieben.
  • Er muss überall gleichmäßig anliegen, ohne einzelne Druckpunkte an Stirn oder Schläfen.
  • Zwischen Brille und Helmrand darf kein Streifen nackte Stirn frei bleiben, das ist die klassische Kältebrücke.
  • Mütze unter dem Helm gehört nicht dazu. Sie verändert den Sitz und hebelt die Passform aus.

Welches Modell passt zu dir?

Warum die Größe nicht in der Vergleichstabelle steht: Jedes dieser Modelle gibt es in mehreren Größen. Die Größe bestimmst du oben mit dem Kopfumfang, sie schließt kein Modell aus. Was die Helme unterscheidet, ist Schutzniveau, Gewicht und Ausstattung, und genau das führt die Tabelle.

Wenn dir … am wichtigsten istUnsere WahlWarum
maximaler AufprallschutzCasco SP-6 Airwolf oder Uvex p1us 2.0Beide bei Stiftung Warentest an der Spitze des Unfallschutzes. Der Uvex ist die günstigere der beiden, der Casco hat eine markentypische Passform, also anprobieren.
ein rundum guter AllrounderScott Track Plus MIPSADAC-Testsieger mit Note 2,4, sehr guter Kälteschutz und MIPS serienmäßig. Mit 760 g allerdings kein Leichtgewicht.
du eine Sehbrille trägstAlpina Alto Q-Lite VisierVisierhelm statt Brille, das löst das Problem mit der Korrekturbrille komplett. Kontrastverstärkendes Visier mit vollem UV-Schutz, dafür teurer.
geringes GewichtSmith Method Pro MIPSNur 400 g, Magnetverschluss, großzügige Belüftung. Weniger robust als Hartschalenhelme und fällt eher groß aus.
Ausstattung fürs GeländePOC Obex MIPSMIPS, Recco-Reflektor und NFC-Chip für den Notfall in einer robusten Hartschale. Hochpreisig.

Die Größe geht der Ausstattung vor: Ein Helm mit Bestnoten, der nicht sitzt, schützt schlechter als ein einfacherer, der passt. Deshalb erst messen, dann auswählen, und am Ende der Sitztest mit offenem Kinnriemen.

Wann ein Helm ersetzt gehört

Nach jedem harten Aufprall, auch wenn außen nichts zu sehen ist: Die dämpfende Innenschale wird beim Schlag einmalig verformt und schützt danach nicht mehr zuverlässig. Unabhängig davon empfehlen Hersteller einen Austausch nach etwa fünf Jahren, weil Material und Klebstoffe altern.

Unsere Empfehlung Affiliate

Testsieger
★★★★☆ 4,5 / 5

Vergleichstabelle Affiliate

Modell Bewertung Schutz & Gewicht Preis
Scott Track Plus MIPS
Testsieger
★★★★☆
4,5
MIPS, 760 g, ADAC-Note 2,4
Casco SP-6 Airwolf
Premium
★★★★☆
4,5
Sehr gute Stoßdämpfung
Uvex p1us 2.0 ★★★★☆
4,3
Gute Stoßdämpfung
Alpina Alto Q-Lite Visier ★★★★☆
4,4
Visierhelm, 670 g, 100% UV
Smith Method Pro MIPS
Einsteiger
★★★★☆
4,2
MIPS, 400 g (leicht)
POC Obex MIPS
Premium
★★★★☆
4,3
MIPS, Recco, NFC-Chip

Die Modelle im Detail

Scott Track Plus MIPS
★★★★☆ 4,5 / 5
Testsieger

Klarer Testsieger im ADAC-Skihelmtest (Gesamtnote 2,4). Der Track Plus ist ein komfortabler Allrounder mit dem zweitbesten Ergebnis beim Unfallschutz und sehr guten Klimaeigenschaften. Die Plus-Version ergänzt das Standardmodell um MIPS.

Pro
  • ADAC-Testsieger 2025
  • Sehr guter Unfall- und Kälteschutz
  • Komfortabler Allrounder mit guter Passform
  • MIPS-Rotationsschutz serienmäßig
Contra
  • Mit 760 g relativ schwer
  • Höhere Preisklasse
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Casco SP-6 Airwolf
★★★★☆ 4,5 / 5
Premium

Bei der Stiftung Warentest einer der stärksten Helme im Unfallschutz: sehr gute Stoßdämpfung und sehr gute Durchstichfestigkeit, auch Riemen und Schloss überzeugten. Eine konsequente Wahl, wenn maximale Schutzwirkung im Vordergrund steht.

Pro
  • Sehr gute Stoßdämpfung (Stiftung Warentest)
  • Sehr gute Durchstichfestigkeit
  • Überzeugende Riemen und Verschluss
Contra
  • Höherer Preis
  • Markentypisch eigene Passform – anprobieren
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Uvex p1us 2.0
★★★★☆ 4,3 / 5

Im Stiftung-Warentest-Feld gleichauf mit dem Casco an der Spitze des Unfallschutzes: gute Stoßdämpfung und sehr gute Durchstichfestigkeit. Uvex bietet ein bewährtes IAS-Anpassungssystem und solide Verarbeitung zu fairem Preis.

Pro
  • Sehr gute Durchstichfestigkeit
  • Gute Stoßdämpfung
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Individuell anpassbares Verstellsystem
Contra
  • Optik eher klassisch-schlicht
  • Belüftung im oberen Mittelfeld
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Alpina Alto Q-Lite Visier
★★★★☆ 4,4 / 5

Von GQ als Editor's Pick und in Fachtests mit 5 Sternen ausgezeichnet. Der Visierhelm überzeugt mit kontrastverstärkendem Visier (100% UV-Schutz), Hi-EPS-Innenschale und ausgereifter TRM-Visiermechanik – auch mit Handschuhen leicht bedienbar und ideal für Brillenträger.

Pro
  • Top für Brillenträger (2-in-1)
  • Kontrastverstärkendes Visier mit 100% UV-Schutz
  • Hochwertige Innenausstattung und Verarbeitung
  • GQ Editor's Pick
Contra
  • Mit ca. 670 g kein Leichtgewicht
  • Visierhelme generell teurer (UVP rund 170 €)
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Smith Method Pro MIPS
★★★★☆ 4,2 / 5
Einsteiger

Bergzeit-Favorit für Freerider: ultraleichter In-Mold-Helm mit nur 400 g, Magnetverschluss und großzügiger AirEvac-Belüftung. Wer Wert auf geringes Gewicht bei gutem Schutz legt, ist hier richtig – Abstriche gibt es bei der Robustheit.

Pro
  • Sehr leicht (400 g)
  • MIPS-Rotationsschutz
  • Großzügige Belüftung, praktischer Magnetverschluss
Contra
  • Weniger robust als Hartschalen-Helme
  • Passform fällt eher groß aus
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POC Obex MIPS
★★★★☆ 4,3 / 5
Premium

Robuster Hartschalen-Helm mit maximaler Sicherheitsausstattung: MIPS, Recco-Reflektor und NFC-Medical-Chip für den Notfall. Hoher Komfort und durchdachtes Design machen ihn zur Premium-Wahl für Freeride, Alpin und Skihochtour.

Pro
  • Maximale Sicherheitsausstattung (MIPS, Recco, NFC)
  • Robuste Hartschalen-Konstruktion
  • Hoher Tragekomfort
Contra
  • Hochpreisig
  • Mit 500 g im mittleren Gewichtsbereich
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Preise sind Orientierungswerte (Marktpreis) – der aktuelle Preis steht über die Buttons bzw. im Live-Preisvergleich unten. * Affiliate-Links.

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Worauf beim Kauf achten?

Sicherheitsnorm: Achte zwingend auf CE EN 1077 (Klasse A = mehr Abdeckung, Klasse B = leichter und besser belüftet) oder ASTM F2040.
MIPS: Die Gleitschicht reduziert Rotationskräfte bei schrägen Stürzen, im Ernstfall ein echter Vorteil. Kostet meist 20 bis 40 € Aufpreis.
Passform und Größe: Der wichtigste Faktor überhaupt. Wie du den Kopfumfang misst, welche Größe daraus folgt und woran du den richtigen Sitz erkennst, steht oben in der Größentabelle samt Passform-Test. Marken haben unterschiedliche Kopfformen, im Zweifel anprobieren.
Verstellsystem: Ein Drehrad lässt sich auch mit Handschuhen bedienen und ist komfortabler als eine reine Ratsche.
Visier vs. Brille: Visierhelme sind ideal für Brillenträger und schnell bedienbar; klassische Helme plus Skibrille sind flexibler und oft günstiger.
Gewicht: 400 bis 500 g gelten als leicht (Touren und Freeride), ab etwa 560 g ist bei Alpin- und Visierhelmen üblich.
Belüftung & Komfort: Regulierbare Lüftung, herausnehmbares und waschbares Innenfutter sowie ein Recco-Reflektor sind sinnvolle Extras.

Häufige Fragen

Welches Modell empfehlen wir bei Skihelme 2026/27?
Unser Testsieger ist Scott Track Plus MIPS (4,5 / 5) – beste Gesamtwertung in unserem Vergleich.
Worauf sollte ich beim Kauf achten?
Achte vor allem auf Schutz & Gewicht, Verarbeitung und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Details in unserer Kaufberatung oben.
Brauche ich unbedingt einen Helm mit MIPS?
Pflicht ist MIPS nicht, aber empfehlenswert: Die gelbe Gleitschicht reduziert Rotationskräfte bei schrägem Aufprall, die bei realen Stürzen häufig sind. Der Aufpreis von meist 20–40 € ist für das Plus an Schutz vertretbar. Wichtiger als MIPS bleibt aber, dass der Helm einwandfrei passt.
Auf welche Norm muss ich achten?
In Europa sollte der Helm die Norm CE EN 1077 erfüllen (alternativ ASTM F2040). Klasse A bietet mehr Abdeckung und Schutz, Klasse B ist leichter und besser belüftet. Diese Normen garantieren geprüfte Schlagfestigkeit und Durchdringungswiderstand.
Visierhelm oder klassischer Helm mit Skibrille?
Visierhelme sind ideal für Brillenträger und schnell hoch- und runterklappbar, oft mit kontrastverstärktem Glas. Klassische Helme plus Skibrille sind flexibler (Brille je nach Wetter wechselbar) und meist günstiger. Beides ist sicher – es ist eine Komfortfrage.
Wie finde ich die richtige Größe?
Unsere Größentabelle weiter oben rechnet den Kopfumfang direkt in die Helmgröße um, dort steht auch, wie du richtig misst und was bei Zwischengrößen gilt. Der Helm muss wackelfrei sitzen, auch ohne geschlossenen Kinnriemen, darf aber nirgends drücken. Marken haben unterschiedliche Kopfformen, im Zweifel anprobieren oder auf ein einfaches Rückgaberecht achten.
Wie lange hält ein Skihelm und wann muss er ersetzt werden?
Nach jedem harten Sturz mit Kopfaufprall sollte der Helm ersetzt werden, auch ohne sichtbare Schäden – die EPS-Innenschale verformt sich einmalig. Ohne Sturz empfehlen Hersteller einen Austausch nach etwa 5 Jahren, da Material und Polster mit der Zeit altern.