Tourenski 2026/27 im Vergleich

Der richtige Tourenski ist immer ein Kompromiss aus Aufstiegsleichtigkeit und Abfahrtsperformance: Jedes Gramm spart im Aufstieg Kraft, jeder Millimeter Breite bringt im Tiefschnee Auftrieb. Wir haben sechs aktuell erhältliche Modelle der Saison 2025/26 anhand der Testurteile von Alpin, Outdoor und Bergzeit verglichen und nennen ehrlich, für wen sich welcher Ski lohnt – und wo er an seine Grenzen kommt.
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Vergleichstabelle Affiliate
| Modell | Bewertung | Mittelbreite / Gewicht pro Ski | Preis |
|---|---|---|---|
|
Völkl Rise Above 88 Testsieger |
★★★★☆ 4,8 |
88 mm Mittelbreite, ca. 1.280 g pro Ski (177 cm) | |
|
Salomon MTN 86 Carbon Leichtgewicht |
★★★★☆ 4,6 |
86 mm Mittelbreite, ca. 1.010 g pro Ski (156 cm) | |
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Fischer Transalp CTI 86 Gewichtstipp |
★★★★☆ 4,5 |
86 mm Mittelbreite, ca. 1.190 g pro Ski (169 cm) | |
|
Atomic Backland 88 Allrounder |
★★★★☆ 4,5 |
89 mm Mittelbreite, ca. 1.300 g pro Ski (176 cm) | |
|
Blizzard Zero G 105 Für die Abfahrt |
★★★★☆ 4,6 |
105 mm Mittelbreite, ca. 1.510 g pro Ski (180 cm) | |
|
Dynafit Blacklight 88 Preistipp |
★★★★☆ 4,3 |
88 mm Mittelbreite, ca. 1.140 g pro Ski (172 cm) |
Die Modelle im Detail
Der Rise Above 88 ist der Maßstab beim Verhältnis aus Gewicht und Fahreigenschaften und holte mehrfach Testsiege bei Alpin, Outdoor und Bergsteiger. Er ist erstaunlich leicht, ohne bergab nervös zu werden, und kann als Allrounder fast alles gut. Wer einen leichten, nicht zu aggressiven Tourenski für die ganze Bandbreite sucht, liegt hier richtig.
- Herausragendes Gewicht-zu-Performance-Verhältnis
- Sehr aufstiegsstark und drehfreudig
- Vielseitiger Allrounder für fast alle Verhältnisse
- Mehrfacher Testsieger
- Bei sehr hohem Tempo und Crud weniger laufruhig als breitere Ski
- Im Tiefschnee fehlt etwas Auftrieb
Bei Bergzeit als Gewinner unter den aufstiegsorientierten Tourenski mit 5/5 Sternen ausgezeichnet. Carbon-Aufbau plus Titanal-Insert und Cork-Dämpfung in der Schaufel sorgen für extrem geringes Gewicht bei überraschend gutem Kantengriff auf Hartschnee. Ein klarer Aufstiegs-Spezialist für lange, steile Touren.
- Sehr geringes Gewicht für lange Aufstiege
- Guter Kantengriff dank Titanal-Insert
- Cork-Dämpfung beruhigt die Schaufel
- Bis zu 40 % nachhaltige Materialien
- Schmal – wenig Auftrieb im Tiefschnee
- Carbon-Steifigkeit verlangt sauberen Fahrstil
Bergzeits Gewichtstipp überzeugt mit sehr harmonischen, ausgewogenen Fahreigenschaften und für sein geringes Gewicht überraschender Laufruhe. Der Transalp CTI 86 ist ein unauffällig guter Begleiter, der weder im Aufstieg noch in der Abfahrt grobe Schwächen zeigt – ein sicherer Kauf für klassische Hochtouren.
- Harmonische, ausgewogene Fahreigenschaften
- Für das Gewicht überraschend laufruhig
- Gutes Preis-Gewicht-Verhältnis
- Verzeiht auch wechselnde Schneearten
- Keine ausgeprägte Spezialität – überall gut, nirgends top
- Schmale Bauweise limitiert den Tiefschnee-Auftrieb
Mit 5/5 Sternen bei Bergzeit gilt der Backland 88 als sehr harmonisch abgestimmter Allrounder. Er bleibt aufstiegsleicht, fährt sich aber zugänglicher und verzeihender als manch reinrassiger Carbon-Renner. Eine gute Wahl für Tourengeher, die einen unkomplizierten Begleiter ohne Zickigkeit suchen.
- Harmonisch abgestimmt und zugänglich
- Gutes Gewicht für vielseitigen Einsatz
- Verzeiht Fahrfehler eher als steife Carbon-Ski
- Bewährte Backland-Serie
- Bergab nicht so spritzig wie sportlichere Modelle
- Im Tiefschnee weniger Auftrieb als breitere Freetouring-Ski
Der Dauerbrenner unter den abfahrtsorientierten Tourenski: relativ leicht für seine Breite, verzeihend bei schwierigem Schnee und richtig viel Spaß im Powder. Der Zero G 105 verbindet starke Abfahrtsperformance mit noch tourentauglichem Gewicht – der richtige Ski, wenn die Abfahrt im Vordergrund steht.
- Viel Auftrieb und Spaß im Tiefschnee
- Verzeihend bei schwierigem, variablem Schnee
- Für 105 mm Breite erfreulich leicht
- Starke Laufruhe bergab
- Spürbar schwerer als schmale Aufstiegs-Ski
- Im engen, steilen Gelände träger zu drehen
Der Blacklight 88 vereint Leichtigkeit und Effizienz mit ordentlicher Abfahrtsperformance und ist als Komplettset oft günstig zu haben. Paulownia-Kern plus Triax-Carbon ergeben viel Stabilität bei minimalem Gewicht. Es gibt ihn in einer steiferen und einer weicheren, verspielteren Flex-Variante.
- Sehr leicht und aufstiegseffizient
- Oft als günstiges Komplettset erhältlich
- Zwei Flex-Varianten für unterschiedliche Fahrer
- Stabil trotz minimalem Gewicht
- Carbon-Aufbau kann bei Bruchharsch hart wirken
- Schmal – begrenzter Tiefschnee-Auftrieb
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Worauf beim Kauf achten?
Die wichtigste Frage zuerst: Wie viel steigst du auf und wie anspruchsvoll fährst du ab? Daraus ergeben sich Breite und Gewicht – die beiden Kennzahlen, die einen Tourenski definieren.
Mittelbreite (Taillierung unter der Bindung): Schmale Ski um 80–88 mm sind aufstiegsorientiert, drehen leicht und greifen auf Hartschnee gut – ihnen fehlt aber im Tiefschnee der Auftrieb. 90–100 mm ist der Allround-Bereich für gemischte Verhältnisse. Ab 100 mm spricht man von Freetouring-Ski: viel Auftrieb und Laufruhe bergab, dafür träger im Aufstieg und im engen Gelände.
Gewicht: Als Faustregel gilt: unter 1.200 g pro Ski = ausgesprochen leicht (Aufstiegs-/Wettkampfnähe), 1.300–1.500 g = ausgewogener Allrounder, über 1.500 g = abfahrtsorientiert. Wichtig: Das Gewicht des Ski ist nur ein Teil – Bindung und Felle kommen dazu und machen oft den größeren Unterschied am Fuß.
Bauweise: Leichte Ski nutzen Paulownia- oder Pappelholzkerne mit Carbon. Carbon spart Gewicht und macht steif, kann aber bei schlechtem Schnee nervös und hart wirken. Ein Titanal-Insert unter der Bindung verbessert den Kantengriff auf Eis spürbar.
Wichtig zur Bindung und Sicherheit: Die meisten leichten Tourenski werden mit Pin-/Tech-Bindungen gefahren. Achte auf eine zur Bindung passende, korrekt eingestellte Z-Wert-Auslösung und prüfe das System regelmäßig – im freien Gelände ist außerdem die komplette LVS-Notfallausrüstung (Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel, Sonde) Pflicht. Kein noch so guter Ski ersetzt Lawinenwissen und eine ehrliche Lagebeurteilung.