Alles rund ums Skifahren

ERSTE HILFE

BEI EINEM

SKIUNFALL 

„Schifoan is des leiwaundste, wos ma sich nur vurstelln kann“. Doch leider passieren jedes Jahr unzählige Skiunfälle auf den weißen Pisten und im Gelände vieler Skigebiete. Zwar nimmt die Anzahl an Skiunfällen ab, deren Schweregrade steigen jedoch tendenziell. Sie werden Zeuge oder sind mitverantwortlich an einem Sturz auf der Piste. Was nun? Wie verhalten Sie sich in dieser Situation richtig? Zumal die Leistung von Erster Hilfe im Notfall verpflichtend ist. Damit Sie im Ernstfall vorbereitet sind, haben wir das Wichtigste in 6 Schritten für Sie zusammengefasst. 

 

Unfallstelle richtig absichern

Grenzen Sie die Unfallstelle für andere Skifahrer sichtbar ab. Sorgen sie als erstes für Sicherheit an der Unfallstelle. Ähnlich, wie bei einem Verkehrsunfall, bei dem Sie ein Pannendreieck aufstellen. Verwenden Sie bei einem Skiunfall Ihre Skier, Snowboard oder Skistöcke. Stecken Sie diese ca. 10 Meter oberhalb der Unfallstelle überkreuzt in den Schnee, um weitere Unfälle zu vermeiden. Befindet sich die Skiunfall nicht gut erkennbar hinter einer Kuppe, sollten Sie die Markierung oberhalb davon aufstellen.

Nicht nur zum Schutz des Verletzten, sondern auch um eine Selbstgefährdung zu vermeiden. Eigenschutz hat bei Erster Hilfe oberste Priorität.

Notfallcheck bei einem Skiunfall

Bewusstsein überprüfen

Überprüfen Sie, ob der Betroffene bei Bewusstsein ist: Sprechen Sie den Verletzten laut an. Bekommen Sie keine Reaktion schütteln Sie Ihn sanft an der Schulter, um herauszufinden, ob er noch bei Bewusstsein ist.

  • Reagiert der Betroffene: Notruf tätigen. Lassen Sie den Betroffenen in seiner Position und überprüfen den Zustand bis die Rettungskräfte vor Ort sind
  • Keine Reaktion: Nächste Schritte einleiten – Überprüfung der Atmung, dann Notruf tätigen

Atmung überprüfen

Beim Überprüfen der Atmung gilt: hören, sehen und fühlen! Entfernen Sie den Skihelm nach einem Skiunfall bevor Sie die Atmung kontrollieren.

Dabei überstrecken Sie den Kopf des Gestürzten, indem Sie eine Hand auf die Stirn legen und mit der anderen das Kinn anheben. Beugen Sie Ihren Kopf nahe über Nase und Mund des Betroffenen mit Blick auf die Brust. Hebt sich der Brustkorb bei der Einatmung? Können Sie Atmung fühlen und hören?

Tipp: Weil Laien den Puls oft falsch messen, besser gar keine Zeit damit verlieren!

 

Notruf absetzen

Holen Sie Hilfe! Bei einem Skiunfall sind nicht immer weitere Helfer im Umkreis, an die Sie den Notruf delegieren können, sind Sie selbst gefragt. Der Notruf ist in einer Notfallsituation besonders wichtig. Schildern Sie möglichst langsam und verständlich die Situation. Beantworten Sie die 4 W-Fragen am Notruftelefon: 

  • Wo ist der Notfallort?  Nennen Sie Pistennummer oder den Namen des nächsten Liftes. Wissen Sie beides nicht helfen auch Gaststätten oder markante Punkte der Landschaft weiter.
  • Was ist passiert? Wie ist der Skiunnfall zustande gekommen, welche Verletzungen vermuten Sie.
  • Wie viele Verletzte?
  • Wer ruft an? Eigener Name mit Telefonnummer für einen Rückruf.

Diese Fragen müssen Sie nicht auswendig können – Ihnen werden aktiv diese Fragen von der Notrufzentrale gestellt.

Was tun, wenn kein Netz vorhanden ist? Mittlerweile verfügen fast alle Mobiltelefone über eine Notruf-Funktion. Diese Funktion ist auch ohne PIN-Code zugänglich und wird auch angezeigt, wenn kein Roaming-Netz vorhanden ist („nur Notrufe möglich“).
Dieser Notruf geht dann immer an die 112.

Alpines Notsignal

Falls kein Telefon vorhanden ist sollte man versuchen, mit dem alpinen Notsignal bei einem Skiunfall auf sich aufmerksam zu machen:

  • Hör- oder sichtbares Zeichen/Rufen, 6x pro Minute.
  • Signal jeweils nach einer Minute Pause wiederholen.
  • Antwortzeichen der Retter erfolgt 3x pro Minute.

Atemstillstand nach Skiunfall – Wiederbelebung

Wenn Sie keine oder keine normale Atmung feststellen können, beginnen Sie sofort mit der Wiederbelebung! Auf der Piste werden Sie in den meisten Fällen kein Defibrillator zur Verfügung haben. Bis ein Defibrillator zur Verfügung steht bzw. professionelle Hilfe kommt, Herzdruckmassage durchführen.

Herzdruckmassage

  • Drücken Sie 30-mal bei einer Frequenz von 100 bis 120x pro Minute.
  • Druckpunkt ist die Mitte des Brustkorbes.
  • Machen Sie den Oberkörper bestmöglich frei – Skijacke auf jeden Fall öffnen
  • Die Eindrucksktiefe sollte mindestens fünf Zentimeter (aber nicht mehr als sechs Zentimeter) betragen.
  • Stützen Sie sich nicht auf dem Brustkorb ab! Der Brustkorb muss nach jeder Kompression entlastet werden. Arbeiten Sie mit gestreckten Armen und nützen Ihr Körpereigengewicht.

Beatmung

Wenn Sie es sich zutrauen: Beatmen Sie den Betroffenen 2x alternierend nach durchgeführter Herzdruckmassage.

  • Hand auf die Stirn – Daumen und Zeigefinger verschließen die Nase
  • Mit der anderen Hand Kinn anheben – Kopf ist überstreckt
  • Umschließen Sie den Mund vollständig mit Ihren Lippen. Blasen Sie kräftig hinein und beobachten Sie, wie sich Brustkorb und Bauch wie bei der normalen Atmung heben und senken: wenn er sich beim Hineinpusten hebt, ist die Beatmung erfolgreich.

Stabile Seitenlage nach einem Skiunfall

Atmende, jedoch bewusstlose Personen müssen immer in die stabile Seitenlagerung gebracht werden. Mit dieser Lagerung verhindern Sie ein Ersticken.

So funktioniert die stabile Seitenlage:

  • Auf die Seite, auf die der Betroffene gedreht wird, zunächst den Arm im rechten Winkel ablegen.
  • Anschließend das gegenüberliegende Knie hochziehen und das Handgelenk des anderen Arms darauflegen.
  • Im nächsten Schritt den Betroffenen zum abgewinkelten Arm drehen.
  • Als letzten Schritt den Kopf überstrecken und den Mund öffnen. So können Blut oder Erbrochenes abfließen

Versorgung des Verletzten

Ist der Wintersportler bei Bewusstsein, versuchen Sie es Ihm möglichst angenehm zu machen, bevor professionelle Hilfe eintrifft. An erster Stelle ist hierbei die Versorgung offener Wunden. Legen Sie einen Druckverband an und lagern Sie betroffene Körperteil hoch. Reden Sie dem Verletzten nach einem Skiunfall gut zu und versuchen Sie beruhigend auf Ihn einzuwirken. Erkennen Sie einen Schockzustand und halten Sie die Person vor unwillkürlichen Handlungen ab. Oftmals werden Verletzung durch Adrenalinausschüttung nicht bemerkt. Sorgen Sie für eine angenehme Lagerung und halten den Betroffenen warm und schützen Ihn vor Unterkühlungen und Erfrierungen.

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